1. Waterfront Triathlon

Every year a new challenge …the next level !

Eigentlich hatte ich mir für das Jahr 2009 vorgenommen, endlich wieder mehr zu skaten. Das klappte zunächst im Frühling auch noch recht gut, aber dann kam alles ganz anders.
Die Ausschreibung zum Waterfront Triathlon in Bremen rückte irgendwie in mein Bewusstsein und ließ mich von diesem Zeitpunkt an nicht mehr los. Einem inneren Zwang folgend, meldete ich mich schließlich an.

Das hatte Konsequenzen, denn mein bisheriger Trainingsplan, der bis dahin nur Lauf- und Skate-Einheiten beinhaltete, schien nun zu explodieren.

Schließlich galt es den sogenannten Sprint- bzw. Volkstriathlon (500 m Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen) zu überleben.

Trotz intensiver Vorbereitung beunruhigte mich zunehmend der Gedanke an das Schwimmen im Hafenbecken, nicht zuletzt wegen der stetig sinkenden Temperaturen.

Am Samstag, 12.09.09 um 14.10 h war es dann endlich soweit - Start der 2. Welle der Jedermänner/ -frauen. Für den Wasserstart versammelten sich alle Teilnehmer im erfrischend kühlen Weserwasser. Um dort hin zu gelangen, war ein beherzter Sprung von der Gangway von Nöten.

Spätestens als wir im Brackwasser (Temperatur: saukalt !) des Werfthafens dümpelnd auf den Startschuss warteten, stellte ich mir, wie schon so oft in ähnlichen Situationen, die Frage: „ Was machst Du hier eigentlich ?“
Bevor mir eine glaubwürdige Ausrede einfiel, ging es auch schon los und ich konzentrierte mich auf den Dreiecks-Kurs, der von 2 Bojen markiert wurde. Durch den Fortbewegungsdrang der zahlreichen Schwimmer und dem frischen Nordwestwind war die „See“ aufgewühlt und rau. Gelegentliches Wasserschlucken war demzufolge unvermeidbar. Entgegen meines Vorsatzes befand im mich doch wieder mitten im Getümmel. Permanent hatte ich Fuß- bzw. Handkontakt zu anderen Leidensgenossen. Schließlich erreichte ich Ziel- und Ausgangspunkt der maritimen Exkursion. Freundliche Helfer sicherten den Ausstieg über die bereits erwähnte Gangway. Nun hieß es Kreislauf in den Griff bekommen, Schwimmbrille runter und treppauf im Laufschritt zur Wechselzone

Schon auf dem Weg zu meinem Wechselplatz hatte ich den Neo aufgerissen. Nun musste ich mich nur noch aus dem widerspenstigen Ding heraus pellen und in trockene Klamotten springen - das machen Profis natürlich nicht. Helm aufsetzen nicht vergessen und wieder weiter im Laufschritt mit dem Fahrrad aus der Wechselzone geschoben. Danach war erst einmal „sitzender Sport“ angesagt. Die Radstrecke führte diagonal durch das Hafengebiet auf überwiegend gut asphaltierten Straßen, allerdings mit einigen unschönen Bahngleisen. Leider waren auch Teilabschnitte mit richtig fiesem Kopfsteinpflaster und sogar ein Baustellenbereich im Programm. Dagegen störte die frische Brise, die auf der Hälfte der Tour als Gegenwind zu spüren war, nicht wirklich.

Wieder in der Wechselzone angekommen, machte ich mich unverzüglich, nach Abstellen meines Rades, auf den Weg zur Laufstrecke an der Uferpromenade. Nach dem Radfahren hatte ich nun das elende Gefühl „Holzbeine“ zu haben. Nichts lief rund und außerdem schien ich mich im Schneckentempo fortzubewegen. Nach ca. 2 km lief dann aber alles wieder normal und ich auch.

Nach 3 Runden war ich nun auch mit der Rennerei durch und ich bog auf die Zielgerade ein. Mit dem Bewusstsein, es geschafft zu haben und unter dem Beifall der Zuschauer ins Ziel einzulaufen, ist schon ein irre erhebendes Gefühl – halt Gänsehaut-Feeling pur !

An dieser Stelle möchte ich den vielen engagierten Helfern, die nicht müde wurden uns anzufeuern, bedanken, denn die meiste Zeit ist man als Einzelkämpfer mit Abstand zu seinen Mitstreitern unterwegs. Anfeuernde Rufe sind da wie Balsam.
Besonders hervorheben muss ich in diesem Zusammenhang natürlich die Helfer der Skate-Connection Bremen, die auf Skates die Radstrecke absicherten.

Insgesamt eine tolle Veranstaltung mit Wiederholungswert.
(Info. zur Veranstaltung unter www.bremen-macht-fit.de)

Und wie geht es weiter ?
Schau ’n wir mal in welches Abenteuer ich mich im nächsten Jahr stürze.

Erst mal steht noch in diesem Jahr der SWB-HM auf dem Programm.

Bilddoku. in der Rubrik “Bilder”